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Mary Bauermeister

Mary Bauermeister

oder....Ein Leben im Einklang mit dem Unsichtbaren

Autor: Elisabeth van Langen/Sonntag, 2. März 2014/Kategorien: Inland, Musik, Kunst und Literatur, Erziehung und Bildung

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Die Künstlerin Mary Bauermeister aus dem kleinen Forsbach sagt, die Erde sei ein Entwicklungsschulhaus für die Seele. Heute früh hab ich schon einen Waldspaziergang in Forsbach gemacht und musste unwillkürlich an sie denken.Viele kluge Sätze, die es wert sind zu durchdenken, stammen von ihr. Eine weise Frau oder eine erleuchtete Seele?


So hatte sie unlängst zur Eröffnung ihres Steinaggerhofes in Reichshof-Oberagger gesagt: „Der Sozialstaat frisst den Kulturstaat auf. Deshalb müssen die Künstler es jetzt wieder selber machen.“


Selber machen, etwas was sie ihr Leben lang beherrscht hat. Künstlerisch wie emotional zwischenmenschlich. Sie denkt weiter, da wo so mancher bereits aufhört noch Gedanken zu verschwenden und so sieht sie auch Geld nicht als Tauschmittel an, sondern betrachtet es als eine Ware. Wie Recht sie doch hat!  Natürlich weiß aber auch Mary Bauermeister, ohne diese Ware läuft fast nichts mehr auf der Welt und jedes Streben nach höheren Ebenen, wird zunächst einmal dort beginnen, wo die Ware Geld noch ihre Macht besitzt. Trotzdem hat sie verstanden, wenn man im Leben weiterkommen will, darf man nicht daran gehindert werden.  Oder behindert? So mancher Stein bringt einen zum stolpern und viele Tore sind verschlossen.

Diese Gedanken hatte ich, als ich in Forsbach vor diesem Tor stand. Ein "Bauwerk" mitten in der Landschaft und kein Zaun drum herum. Man kann sagen, es ist wie eine Aufforderung innezuhalten und sich zu besinnen. Und es würde so gut zu Mary Bauermeister passen, die in Köln-Kalk zur Schule gegangen ist. 1967 heiratete sie den Komponisten Karlheinz Stockhausen und ließ sich 1973 von ihm scheiden. Eines ihrer privaten Tore, die sie für sich aufgeschlossen hat und wieder zuklappte.  Komisch was einem da für Gedanken auf einem Waldspaziergang kommen?

Oder liegt es an der Fluxus Bewegung? Diese Kunstrichtung wurde von Mary Bauermeister doch sehr mitgeprägt und der fließende Übergang zwischen Kunst und Leben oder auch der Einheit von Kunst und Leben dürften meine Gedanken entspringen. Dieses Tor hat auf jeden Fall beide Komponenten vereint. Es steht dort als Symbol eines Lebens, eines Lebens hinter und vor dem Tor. Man könnte hindurch gehen und manche werden es sich leichter machen und darum herum gehen.  Was würde Mary tun?


   So voller Gedankengänge kann ein Waldspaziergang in Rösrath-Forsbach sein. ;-)


Der Freigeist Mary Bauermeisters hat übrigens längst die Rösrather Bürger erfasst, so gibt es dort das Projekt:  "Rösrath wird zur Galerie". In dieses Projekt bringen sich Bürger und Künstler ein. Letztere stammen auch schon einmal aus der Vermittlung von Mary Bauermeister, so auch in diesem Jahr. Man darf also gespannt auf die noch geschlossenen Tore blicken, die sich aber zur Einweihung des Projektes am 12.März in der Hoffnungsthaler Sparkasse öffnen werden.

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