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Angst vor Amerika

Autor: victoria/Sonntag, 23. April 2017/Kategorien: Ausland

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Die Literatur, die Kunst, die bahnbrechenden Erfindungen aus dem Silicon Valley, die wir alle nutzen; da gibt es Großartiges. Ich bewundere die vielen Schöpfungen der unglaublichen cineastischen Traumfabrik, und vor allem die amerikanische Musik, den Blues, den Jazz, Soul, Hip-Hop, die genialen amerikanischen Tanzstile!

Aber die amerikanische Politik macht mir Angst. Schon immer, aber jetzt besonders.

Als Kinder bekamen wir zu hören, dass jederzeit die Russen "kommen" und Schlimmes anrichten könnten. Was aber kam, waren die Atombomben der Amerikaner, die auf deutschem Territorium stationiert wurden und uns alle in Angst und Schrecken versetzten. Denn immer war klar, in einem heißen Krieg würden wir Deutsche als Kanonenfutter herhalten.

Jahrzehntelang haben wir mit dem bipolaren "kalten Krieg" zwischen Moskau und Washington gelebt und der Angst davor, dass einer der beiden Großmächte einmal gezielt auf den "roten Knopf" drücken könnte. Mehrmals schien es kurz davor zu sein, aber es konnte jedes Mal abgewendet werden. Nach der Auflösung des Ostblocks schien das zum ersten Mal Entwarnung zu bedeuten. Aber leider zu kurz gedacht. Die Zahl der Konflikte ist seit 1989 enorm angestiegen, und seit 9/11 sind viele neue unter dem Deckmäntelchen des Kampfes gegen den Terror hinzugekommen. Und unzählige Länder verfügen inzwischen über tödliches Kriegsmaterial, und einige über die Atombombe.

Aber: Obwohl inzwischen viele Länder diese entsetzliche Waffe haben, machen mir nicht die aus Frankreich, Israel, Russland, Nordkorea, Indien, Pakistan oder China Angst, sondern die aus dem kriegerischen Amerika. Denn nachdem im April 2017 mal schnell 59 Raketen auf syrisches Territorium abgeschossen und testweise kurz danach die "Mother of all Bombs" grundlos über afghanischem Territorium abgeworfen wurde - mit wie vielen Toten und welchen langfristigen Umweltschäden eigentlich? - muss man befürchten, dass es das noch nicht war mit Krieg Spielen.

Während Trump daheim damit beschäftigt ist, seine Regierungsfehler zu vertuschen und sich und seine Familie zu vermarkten, drohen sein Vize Pence und sein Außenminister Tillerson ganz offen Nordkorea mit den Worten "the sword stands ready" ("das Schwert steht bereit"). Man ahnt nichts Gutes, führten amerikanischen Kriegs-Drohungen doch bisher fast immer auch zu real ausgeführten Kriegshandlungen.

Meine Befürchtung ist, dass es Amerika sein wird, das unter dieser unkalkulierbaren Regierung riskieren wird, unser Leben und das Leben auf diesem Planeten auszulöschen.




 
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