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Putin-Dämmerung?

Putin-Dämmerung?

Am 20.06.2017 veröffentlichte der Kölner Stadt-Anzeiger ein Interview mit der zitierenden Überschrift: "Wir erleben Putins Dämmerung“. Was wir allerdings hier wirklich erleben - so wie generell seit geraumer Zeit in vielen Medien - ist vor allem Putins Dämonisierung.

Autor: Lang/Sonntag, 25. Juni 2017/Kategorien: Ausland, Medien

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Putin-Dämmerung?

Am 20.06.2017 veröffentlichte der Kölner Stadt-Anzeiger ein Interview mit der zitierenden Überschrift: "Wir erleben Putins Dämmerung“. Was wir allerdings hier wirklich erleben - so wie generell seit geraumer Zeit in vielen Medien - ist vor allem Putins Dämonisierung.

Die einseitige Berichterstattung über Putins Außenpolitik in den letzten Jahren ist auffällig, unabhängig davon, ob es um die Themen Ukraine, Krim oder Syrien geht, Themen, die auch völlig anders bewertet werden könnten. Dazu muss man weder Putin-Versteher noch russlandaffin sein, wie dies gerne sofort unterstellt wird. Auch braucht man sich nicht als „Verschwörungstheoretiker“[1] diffamieren zu lassen. Nein, es geht darum, ausgewogen zu berichten anstatt Schwarz-Weiß-Malerei zu betreiben nach dem Motto: "Wir sind die Guten."

Dementsprechend hätte zumindest das Interview, das Putin aktuell (Ende Mai) dem Figaro gegeben hat, als Informationsbeitrag angesehen werden und ebenfalls veröffentlicht werden können - was selbstverständlich nicht heißen soll, dass allen Stellungnahmen von Putin geglaubt werden muss.

So, wie russische Politik üblicherweise in den großen deutschen - und auch vielen anderen westlichen - Medien dargestellt wird, kommt dies einer andauernden Propaganda und Indoktrination gleich, die jeden kritisch denkenden Menschen abstoßen muss. Zudem sind die einseitige Schuldzuweisung und Dämonisierung von unliebsamen politischen Playern und Staaten in diesen Krisen- und Kriegszeiten brandgefährlich.

Zum Glück gibt es zusätzlich zu den gängigen - immer gleich und unkritisch berichtenden, zudem sich gegenseitig im Wortlaut wiederholenden - Medien auch noch unabhängige Nachrichtendienste und -magazine sowie politische Fachliteratur, die ein ausgewogeneres Bild zeichnen und es sich nicht nehmen lassen, alle Seiten der Medaille aufzuzeigen. Diese gehören dann in der Regel nicht den 10 größten deutschen Konzernen an, die mittlerweile die Kleinen geschluckt haben und die Medienlandschaft beherrschen und offenbar überwiegend unkritische bzw. "gehorsame" Journalisten beschäftigen.

Hier der Link zum Putin-Interview für diejenigen, die sich selbst ein Bild machen möchten:

https://deutsch.rt.com/meinung/51571-wladimir-putin-im-interview-le-figaro/

Und hier der Link zum Stadt-Anzeiger-Artikel/Interview mit Frau Professor Mendras:

http://www.ksta.de/kultur/-wir-erleben-putins-daemmerung--27821848



[1] Apropos „Verschwörungstheorie“ hier ein kleiner Exkurs: Mit dieser Begriffskeule soll doch wohl eher die Auseinandersetzung mit unerwünschten Hypothesen oder sogar mit inzwischen bekannten Tatsachen verhindert werden. Lassen wir uns keine Denkverbote und Maulkörbe mehr verabreichen! Wenn man Verschwörungen im politischen Zusammenhang als vor der Bevölkerung geheim gehaltene Verabredungen und Planungen definiert, die vielen der zahlreichen Krisen und Kriege des letzten und des jetzigen Jahrhunderts zugrundliegen, ist es höchst ehrenhaft, diese Hintergründe zu beleuchten und publik zu machen. Verschwörungen aufzudecken, um vielleicht einige der nächsten zu verhindern, ist eigentlich sogar das Gebot der Stunde und wäre die Aufgabe freier und unabhängiger Journalisten.

 
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