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Jammern über das Ende des alten deutschen Parteiensystems hilft nicht weiter.

Jammern über das Ende des alten deutschen Parteiensystems hilft nicht weiter.

Die Dominanz einer 6,2%igen Regional-Partei auf die leichte Schulter zu nehmen, ist aus meiner Sicht - nach der Wahl am 24.09.2017 - grob fahrlässig.

Autor: k.schampaul/Donnerstag, 30. November 2017/Kategorien: Inland, Erziehung und Bildung

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Mit Neid blicke ich in diesen Tagen auf Frankreich, wo vor kurzem ein radikaler Wechsel stattfand.

Woran liegt das? Liegt es daran, dass in Frankreich das Bewusstsein vorhanden ist, dass alle Macht vom Volk ausgeht, im Gegensatz zu Deutschland, wo dies nicht wirklich der Fall ist? Ein Beispiel dafür ist die Weigerung, den Bundespräsidenten oder die Bundespräsidentin von allen Bürgern wählen zu lassen. Die Argumente der GegnerInnen von mehr direkter Demokratie stammen aus der Nachkriegszeit und gehören längst in die Mottenkiste der Geschichte.

Jetzt, nach der Wahl 2017 und dem Scheitern der Bundeskanzlerin, ein breites Bündnis für eine neue Regierung zustande zu bringen, drängt sich mir das Unbehagen auf, dass alle Macht in Deutschland nicht vom Volke, sondern vom Führer einer Regionalpartei ausgeht, welcher nur auf seinen eigenen Machterhalt bedacht ist.

Angesichts der vielen rasant verlaufenden nationalen und globalen Veränderungen ist aus meiner Sicht ein radikales Umdenken notwendiger denn je. Demokratie-Entwicklung mit und für alle Bürger jenseits von Machtspielen der Parteien sollte in Schul- und Lehrbücher integriert werden, damit unsere Kinder und Enkel eines Tages die Chance erhalten, ihre Zukunft selbst zu bestimmen.

Überlassen wir den Rückwärtsgewandten, welche die anderen „jagen“ wollen, nicht das Feld, auf dem NEUE Ideen für zukünftige Generationen zum Guten wachsen könnten!

Was wir brauchen, sind nicht noch mehr Parteien, sondern mehr Demokratie und Gerechtigkeit bei der Arbeit, dem sozialen Zusammenhalt und bei der Gestaltung der Zukunft. 

Alles Gute für Sie und bleiben Sie gesund!


 
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Ich bin Jahrgang 1949 lebe und arbeite in Köln Porz am Rhein.

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1 Kommentare zum Artikel "Jammern über das Ende des alten deutschen Parteiensystems hilft nicht weiter."

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Eduard Gries

03.12.2017 16:54

Lieber Klaus,

herzlichen Dank. Ich kann mir durchaus eine Direktwahl des Bundespräsidenten vorstellen. Es bedarf dafür allerdings geeigneter Regeln. Müssen wir nicht vielleicht vor dem aktuellen amerikanischen Präsidenten, dessen Wahl ja im Grund nach diesem Prinzip erfolgt, mehr Angst haben als vor dem nordkoreanischen Diktator?

Herzliche Grüße

eddy

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