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Veröffentlicht am Mittwoch, 4. Juli 2018

Menschenrechtsfestival

„Flucht & Migration“

Menschenrechtsfestival

Menschenrechtsfestival „Flucht & Migration“

Auf dem Gelände und in den Räumen des Quäker Nachbarschaftsheims in Köln fand am 30.06.2018 zum sechsten Mal ein Menschenrechtsfestival mit dem Thema Flucht & Migration statt.

"Erinnern und Handeln für die Menschenrechte", so lautet das hoch aktuelle Projekt, welches von meinem Freund und langjährigen Weggefährten Adnan Keskin,(t 03.01.2014 im Kölner Exil) mit viel Herzblut auf den Weg gebracht wurde.

Die aktuell Brisanz von Flucht & Migration, die nicht zuletzt von einem deutschen Innenminister und seiner Kanzlerin missbraucht wird, wurde spontan mit den scheinbar positiven Ergebnissen des EU Gipfels vom 29.06.2018 zum Thema gemacht und diskutiert.    

Eine gelungene Veranstaltung bei über 30 Grad, mit einer tollen Stimmung, mit mehr als 20 Info Ständen, zwei Musik-Bühnen und über 1000 interessierten Besucher*innen.

Dass dieses gelungene Festival fast ausschließlich von Ehrenamtlichen organisiert und vom Allerweltshaus Köln e.V. welches in diesem Jahr sein 30jähriges Jubiläum feiert, veranstaltet wurde, verbreitet Hoffnung und die Zuversicht, dass nicht alle wichtigen Themen machtbesessenen Politikern und Politikerinnen überlassen werden.

Das Programm, welches von von 13Uhr bis 22Uhr ablief, beinhaltete:

I. Literaturveranstaltungen, in denen die Autor*innen aus ihren Werken lasen, jeweils eine Stunde mit Diskussion mit den folgenden Themen und Autor*innen:

1. Rabia Shah aus Pakistan über Rassismus in Deutschland

2. Prithu Sanyal aus Bangladesch über die dortige Menschenrechtssituation

3. Umeswaran Arunagirinatghan aus Sri Lanka las aus seinem Buch „Der fremde Deutsche"

II. Filmvorführungen (teilweise in Anwesenheit der Filmemacher*innen)

1. Kurzfilme zum Thema NSU

2. ein Film über die Situation Geflüchteter in Griechenland

3. ein Kurzfilm-Mosaik „Grenzenlos“ zur Verständigung ohne Sprache unter Kindern

4. ein Film über die Verfolgung von Christen in der Volksrepublik China

III. Workshops und Aufführungen

1. Ein Musikworkshop mit Michael Hübner

2. Ein Theaterworkshop der Mexiko Gruppe „Theater der Unterdrückten“ mit anschließender Aufführung.

IV. Thema Soziale Menschenrechte (Podiumsveranstaltungen mit anschließender Diskussion)

1. Albrecht Kieser von work watch e. V. berichtete über prekäre Arbeitsverhältnisse von

Akademiker*innen

2. Polina Aschermann schildert die Lebenssituation von Rumänen und Bulgaren in Köln

3. Meryam Baumert vom DGB Bildungswerk kritisierte die von der EU geförderte Ausbreitung prekärer Verhältnisse

V. Thema Fluchtursachen:

1. Podiumsveranstaltung und anschließende Diskussion mit Rahim Naseri (Afghanistan), Mahdi Madoui (Marokko), Saro Garip (Türkei) und Nariamn Salmanzadeh (Iran)

2. Jubiläumsrede von Doğan Akhanlı

VI. Ausstellungen:

1. Es wurden Teile der Ausstellung „Asyl ist Menschenrecht“ von Pro Asyl und dem Netzwerk„ kein mensch ist illegal“ präsentiert.

2. Impressionen aus „30 Jahre Allerweltshaus"

Außerdem wurde das Festival von Live-Musik begleitet, u.a. von Kwaggawerk, Buntes Herz, Kurts Weg, Vetka, Another Optimism, Kalkbrand und Poetry-Slammer*innen.

Was ich dort gesehen und gehört habe, hat mich sehr beeindruckt. Ich muss nun im Nachhinein mein Vorurteil, dass sich junge Leute kaum für Politik und für solch komplexe Themen wie „Flucht & Migration“ begeistern lassen, revidieren.

30 Jahre Allerweltshaus Köln, meine Glückwunsch dazu und noch mehr Erfolg und solch gelungene Veranstaltungen wie das Menschenrechtsfestival.
Allen, die sich für die tolle Arbeit des Allerweltshauses interessieren, werden auf jeden Fall auf der Webseite des Allerweltshauses aktuelle Informationen und Anregungen zum Mitmachen finden. http://www.allerweltshaus.de/
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Ich bin Jahrgang 1949 lebe und arbeite in Köln Porz am Rhein.

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