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"Leuchturm" USB digital Mikroskop

"Leuchturm" USB digital Mikroskop

mehr als nur ein Spielzeug?

Autor: webtogether.de/Mittwoch, 26. Juni 2013/Kategorien: Wissenschaft und Technik

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Das USB Mikroskop der Firma "Leuchtturm" (um das es in diesem Artikel geht) kommt in einer soliden Verpackung und in einer kompakten Bauweise. Im Lieferumfang ist ein kleiner Standfuß, ein kleines Handbuch, und eine CD mit entsprechender Software und den nötigen Gerätetreibern. Das USB Anschlusskabel ist fest mit dem Mirkoskop verbunden.

Die Installation der Software verlief gemäß der Anleitung auf meinem Notebook mit Windows 7 ohne Probleme. Hier fällt erfreulicherweise auf, das die Software "MicroCapture" unter anderem auch in deutscher Sprache installiert werden kann.

Bevor ich ein Beispiel vorstelle, möchte ich kurz etwas über die technischen Daten des Mikroskops schreiben:
20-200-fache Vergrößerung
2 Mega-Pixel Bildauflösung
8 regelbare weiße LEDs zur Ausleuchtung des Objektes
USB 2.0 Anschluss

Die Bedienung ist denkbar einfach. Mittels einer kleinen Walze in der Mitte des Mikroskops kann der Focus scharf gestellt werden. Die LEDs befinden sich rund um die Optik. Ihre Leuchtkraft kann mit einem kleinen Stellrad justiert werden. Das ist besonders für Aufnahmen im Makrobereich hilfreich.

Wenn das Mikroskop am PC angeschlossen ist, startet man die zugehörige Software.
Legt man nun ein Objekt unter das Okular, wird dieses sofort in der Software angezeigt. Durch den Druck auf einen kleinen grauen Knopf am Mikroskop wird ein Foto erstellt. Alle Fotos werden am rechten Bildrand angezeigt, und können durch Überfahren des Bildes mit der Maus wieder im Arbeitsbereich angezeigt werden. Klickt man mit der rechten Maustaste auf ein Bild am rechten Rand, öffnet sich ein Kontextmenü, aus dem man das Bild direkt in die Windows-Zwischenablage kopieren kann. Eine interessante Funktion also für das schnelle Einfügen in eine Dokumentation ohne den Umweg über eine Bildbearbeitungssoftware.

Interessant sind auch die Funktionen der Bildbearbeitung. Um ein Foto zu bearbeiten reicht ein Doppelklick auf das Foto am rechten Rand. Daraufhin öffnet sich ein weiteres Fenster mit dem gewünschten Bild.
Hier sind dann Optionen wie das Hinzufügen von Beschriftungen, Bemaßungen oder auch Freizeichnen möglich. Natürlich kann das so ergänzte Bild für meine Dokumentation abgespeichert werden, um es zum Beispiel in ein Word Dokument oder in eine ebay-Auktion einzufügen.

Hier nun ein Beispiel anhand eines Briefsiegels mit Beschädigungen:

Standardansicht 100%:

Die Beschädigung unter dem Mikroskop:

Hinweis:
Es empfiehlt sich, das als Zubehör erhältliche Mikroskopstativ zu verwenden. Dann fällt das "Einzoomen" in das Objekt wesentlich leichter.

Links (öffnen sich im neuen Tab): Mikroskop bei Leuchtturm.com, Stativ bei leuchtturm.com
Wer ein bischen im Internet sucht, wird möglicherweise baugleiche, günstigere Varianten finden.

Insgesamt bin ich mit dem Mikroskop sehr zufrieden.

Ich hoffe, dass vielleicht der Eine oder Andere durch diesen Artikel neurigierig geworden ist, und zusammen mit Kind oder Enkel den Forscherdrang neu entdeckt. Dazu muss man kein Sammler sein.

Eine kleine Anmerkung noch dazu:
Der Brief, der das Siegel trägt, stammt aus dem Jahr 1869, und dokumentiert die Aufnahme eines damals 6-jährigen "Knaben" (ja, so nannte man damals die Jungen) in eine "Erziehungsanstalt" in Berlin. Der Text ist in "Sütterlin-Schrift" (wurde 1941 (meine ich) verboten) oder Kurrentschrift (der "Sütterlin-Vorgänger" Schrift) geschrieben. Bei Interesse stelle ich gerne einen Scan des kompletten Brieftextes hier ein.

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2 Kommentare zum Artikel ""Leuchturm" USB digital Mikroskop"

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k.schampaul

29.06.2013 15:31

Das scheint mir ein sehr Interessantes Teil mit sehr vielen Möglichkeiten zu sein. Der Text über oder zu dem Knaben würde mich interessieren.


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webtogether.de

03.07.2013 19:29

Der Briefscan wurde der Galerie hinzugefügt.

TIPP:

In der Bildansicht oben rechts auf das Symbol "expand the image" klicken, dann lässt sich der Text besser lesen:

"Euer Hochehrwürden erwiedern wir auf den ge-

fälligen Antrag vom 31. M... bei Rückgabe

des Laufscheins, daß der Knabe

Wilhelm Franz Dregsler, geboren am 17.Januar 1863,

zur Aufnahme in eine Erziehungs-Anstalt notiert

worden ist."

Königliches Directorium

des Potsdamischen großen Militarier Krankenhauses

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