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Dogan Akhanli - Kurze Biografie

Dogan Akhanli - Kurze Biografie

Autor: k.schampaul/Mittwoch, 7. August 2013/Kategorien: Inland, Ausland, Musik, Kunst und Literatur

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Doğan Akhanlı wurde 1957 in der Türkei geboren. Nach dem Militärputsch von 1980 ging er in den Untergrund. Von 1985-1987 war Doğan Akhanlı als politischer Häftling im Militärgefängnis von Istanbul inhaftiert. 1991 floh er nach Deutschland, wurde als politischer Flüchtling anerkannt und 1998 von der Türkei ausgebürgert. 2001 wurde er deutscher Staatsbürger. Seit Mitte der 90er Jahre lebt er als Schriftsteller in Köln.

Seitdem hat er sich mit Romanen, Aufsätzen, Interviews und in zahlreichen Projekten in Deutschland immer wieder für den wahrhaftigen Umgang mit historischer Gewalt und für die Unteilbarkeit der Menschenrechte eingesetzt. Akhanlı ist der Initiator der Raphael-Lemkin-Bibliothek in Köln. Schwerpunkt seines zivilgesellschaftlichen Engagements sind das Gedenken an die Genozide des 20. Jahrhunderts, darunter an die Opfer des Völkermordes an den Armeniern, und der interkulturelle, auf Versöhnung orientierte Dialog. Seine Projekte wurden unter anderem von der Bundesstiftung “Erinnerung, Verantwortung und Zukunft” gefördert und im Jahr 2009 vom „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ ausgezeichnet. Doğan Akhanlı ist zudem als Autor und Rechercheur für den gemeinnützigen Verein „Recherche International“ tätig. Der Verein befasst sich vorrangig mit der bildungsorientierten Aufarbeitung von genozidalen Gewalterfahrungen.

Akhanlıs Romane - „Der letzte Traum der Madonna“, 2005 und „Tage ohne Vater“, 2009 - wurden als wichtigste Roman-Veröffentlichungen in der Türkei ausgezeichnet.

Im Oktober 2010 erschien die zweite Auflage seines Romans „Die Richter des Jüngsten Gerichts“ im Kitab-Verlag, Österreich.

Sein erstes Theaterstück in deutscher Sprache „Annes Schweigen“ wurde 2012 in Berlin (Theater unterm Dach) und im Januar 2013 in Köln (Theater im Bauturm) uraufgeführt.

DOGAN AKHANLI- Veröffentlichungen

Romane (türkisch)

·          Fasıl. Telos Verlag, Istanbul 2010 [Fasıl]

·          Babasız Günler. Turkuvaz Verlag, Istanbul 2009 [Tage ohne Vater]

·          Madonna’nın Son Hayali. Kanat Verlag, Istanbul 2005 [Der letzte Traum der Madonna]

·          Gelincik Tarlası. Belge Verlag, Istanbul 1999 [Das Mohnblumenfeld]

·          Kıyamet Günü Yargıçları. Belge Verlag, Istanbul 1999 [Die Richter des Jüngsten Gerichts]

·          Denizi Beklerken. Belge Verlag, Istanbul 1998 [Warten auf das Meer]

Weitere Veröffentlichungen:

 

·         Talat Paşa Davası /Tutanaklar (2 ve 3 Haziran 1921). Herausgeber und Übersetzer: Doğan Akhanlı. Belge Verlag, Istanbul 2003 [Der Prozess Talat Pascha am 2. und 3. Juni 1921]

Romane (deutsch):

·         Die Richter des Jüngsten Gerichts. Übertragen von Hülya Engin. Kitab Verlag, Klagenfurt 2007; 2. Auflage: 2010 (Original: Kıyamet Günü Yargıçları, Belge Verlag 1999)

Weitere Publikationen, Aufsätze und Essays (deutsch):

·         Meine Geschichte – „Unsere“ Geschichte. Türkischsprachige Führungen im NS-Dokumentationszentrum Köln (EL-DE-Haus). In: Neue Judenfeindschaft?: Perspektiven für den pädagogischen Umgang mit globalisiertem Antisemitismus. Jahrbuch 2006 des Fritz Bauer Instituts, Frankfurt 2006, S. 310-317.

·         „Reisewege und Alpträume“. In: Armenier in Berlin - Berlin und Armenien. Tessa Hofmann (Hrsg.), mit Beiträgen von Doğan Akhanlı und Yelda, Beauftragter des Senats für Integration und Migration, Berlin 2005, S. 59-61.

·         Köln International: Ein Stadtbuch gegen Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus. Herausgegeben von Doğan Akhanlı, Christiane Ensslin, Klaus Jünschke, Tanja Motzkau und Carmen Scholz. Edition der Andere Buchladen. Köln 2002.

Theaterstück

  • Annes Schweigen (Annenin Sessizliği). (Uraufführung: Theater unterm Dach Berlin. 2012), Theater im Bauturm Köln. 2013)

Drehbuch (Spielfilm)

Der gelbe Satin (Sarı Saten). Sonfilm. Köln 2009

 
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Ich bin Jahrgang 1949 lebe und arbeite in Köln Porz am Rhein.

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